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Rettungsdienste im Klinikum Ingolstadt bieten höchste Sicherheit
Gerade wenn ein schwerer Unfall passiert oder ein Mensch einen Schlaganfall erleidet, zählt jede Minute. Die Rettungsdienste müssen daher schnellstmöglich vor Ort und sehr gut organisiert sein. Logistik und gute Abstimmung im Team ist hier alles. Und die spielt bei den Notfallhelfern im Klinikum Ingolstadt eine große Rolle.
Wie in einem Getriebe muss ein Zahnrad in das andere greifen. Verschiedene Fachbereiche und Professionen sowie unterschiedliche Personen und Instanzen sind daran beteiligt, dass der Rettungsdienst so funktioniert, wie er soll, und dadurch Leben rettet. Einen Eindruck davon, wie gut die Notfallversorgung in Ingolstadt rund um das Klinikum als dem versorgenden Schwerpunktkrankenhaus funktioniert, vermitteln einige Beispiele.
Ein Aushängeschild für die funktionierende Versorgung ist der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 32“, der am Klinikum stationiert ist und von hier aus die akute Luftrettung schwer erkrankter und verletzter Patienten übernimmt. Seit vor vier Jahren eine gemeinsame Statistik der besten Stationen im ADAC-Luftrettungsverbund und einiger anderer Rettungshubschrauber eingeführt wurde, war Christoph 32 in jedem Jahr Spitze. Ein eingespieltes Team rund um den ärztlichen Leiter der Luftrettung, Oberarzt Dr. Ferdinand Rothmeier, sorgt dafür, dass Schwerverletzte eine optimale Versorgung bekommen und die höchsten Sicherheitsstandards im Sinne der Patienten eingehalten werden.
Bundesweit in der Spitzengruppe ist auch das Schockraummanagement des Klinikums Ingolstadt, an dem ebenfalls verschiedene Fachbereiche beteiligt sind, wie Anästhesisten, Unfallchirurgen, Radiologen, die internistische Notfallmedizin und andere Fachbereiche. Durch ein Einraumkonzept, also die Versorgung der Patienten in einem Raum, in dem sowohl hochwertige Diagnosestellungen erfolgen, als auch bei Bedarf sofort Operationen durchgeführt werden können, geht keine wertvolle Zeit verloren, und man muss dem Patienten keine unnötigen Transporte und Umlagerungen zumuten. Der Schwerverletzte kann mit einem hochwertigen und vor allem schnellen Multislice-Computertomographen (CT) untersucht werden, während gleichzeitig bereits Kollegen dabei sind, die Verletzungen des Patienten intensiv zu versorgen. Der moderne CT verfügt über eine sogenannte „Sliding Gantry“, also eine mobile CT-Einheit, die zur Untersuchung so über den Patienten gefahren werden kann, dass er möglichst wenig bewegt werden muss.

Einsatzwagen fährt ins NotfallZentrum des Klinikums Ingolstadt
Nur rund 35 Minuten brauchen die Notfallteams für die Diagnose und Erstversorgung eines Notfallpatienten bis zum Eintreffen im Operationssaal – ein Spitzenwert, denn der bundesweite Durchschnitt liegt mit knapp 80 Minuten deutlich höher, wie Prof. Dr. Gunther Lenz, der Direktor des Instituts für Anästhesie und Intensivmedizin im Klinikum, aus Erfahrung weiß. Für das Konzept des Klinikums, das er erst im vergangenen Jahr auf dem Deutschen Röntgenkongress in Berlin vorstellen durfte, erntet das Klinikum regelmäßig viel Anerkennung von anderen Häusern und wird häufig um Tipps für Konzepte anderer Kliniken gefragt. Man habe einen hohen Aufwand betrieben und viel Zeit und Mühe investiert, um die eigene Leistungsfähigkeit so weit zu verbessern. Inzwischen ist das Schockraummanagement des Klinikums zudem durch die Bayerische Landesärztekammer zertifiziert und in einen interdisziplinären Qualitätszirkel „Schockraummanagement“ eingebunden, der zu einem Austausch und einer weiteren Optimierung beitragen soll.
Führend ist das Klinikum auch in einem anderen Bereich der Notfallversorgung: In einer Art Leuchtturmprojekt werden sogenannte „Dotforms“ verwendet. Die Notfallärzte im Einsatz füllen dabei nicht nur Papierbögen mit Angaben über die Notfallversorgung vor Ort aus, wie sie standardmäßig in der Notfallmedizin verwendet werden, um die Versorgung zu dokumentieren und zu verbessern. Sie verwenden stattdessen ein besonderes Papier. Über Punktsignaturen auf dem Papier und mithilfe eines besonderen Stiftes mit einem integrierten Scanner können die Daten der Versorgung, die für die Weiterbehandlung wichtig sind, sofort ausgelesen und übertragen werden, sodass in Zukunft im Klinikum bereits beim Eintreffen des Patienten in der Klinik noch schneller, exakter und umfassender als bisher klar sein wird, was zu tun ist, und auf was man sich im Klinikum vorbereiten muss.
Auch die Notfallversorgung im NotfallZentrum des Klinikums weist eine Besonderheit auf: Die Verzahnung zwischen ambulantem und stationärem Bereich ist hier durch die Kooperation mit dem Ärztenetzwerk GOIN, das die ambulante Versorgung der Patienten weitgehend übernimmt sowie mithilfe einer gemeinsamen Arbitrage-Schwester nicht nur räumlich und organisatorisch gegeben, sondern in dieser Form auch deutschlandweit einzigartig. Gerade erst wurde die neue Notfallpraxis eingeweiht, durch die die Versorgung der Patienten weiter verbessert wird.