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Neurophysiologie • Tagesklinik • Schlaganfallspezialeinheit (Stroke Unit) • Kooperation: NeuroReha am Reha-Zentrum Ingolstadt • Neurologische Praxis im MVZ mit Spezialambulanzen

Prof. Dr. Günter Ochs
In der Neurologie werden Erkrankungen des Nervensystems behandelt. Wir unterscheiden dabei zwischen dem Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) mit seinen Umgebungsstrukturen und Blutgefäßen und dem peripheren Nervensystem (Nerven in ihrem Verlauf außerhalb des Wirbelkanals). Auch Erkrankungen der Skelettmuskulatur (sog. Myopathien) werden traditionell in der Neurologie behandelt. Erkrankungen des Nervensystems äußern sich in Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen, Sensibilitätsstörungen, auch Schmerzen, sowie in Funktionsstörungen der Sinnesorgane oder der höheren Hirnleistungen. Die häufigsten und bekanntesten Krankheitsbilder aus diesem Fachgebiet sind der Schlaganfall, die Multiple Sklerose, Epilepsien, die Parkinson- oder die Alzheimer-Krankheit, die Meningitis oder auch Neuropathien und Radikulopathien. Viele dieser Erkrankungen sind heute dank moderner Therapieverfahren gut behandelbar geworden.

Elektroenzephalographie
In Abhängigkeit von Art und Schwere der Erkrankung oder der Intensität der erforderlichen Therapie kann die Neurologische Klinik die intensivmedizinische Behandlung (Überwachungsstation und stroke unit) oder die Behandlung in der allgemeinen Bettenstation durchführen. Darüberhinaus bieten wir das gesamte diagnostische und therapeutische Potential auch teilstationär in der Tagesklinik an, und zwar für solche Patient, die einer speziellen Pflege oder Überwachung nicht bedürfen. Dieses Angebot richtet sich also speziell an nicht-pflegebedürftige, mobile Patienten aus der näheren Umgebung, die nicht über Nacht oder am Wochenende im Krankenhaus bleiben möchten. Ambulante Leistungen können über die Neurologische Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum des Klinikums genutzt werden.
Zur Diagnostik bedient sich die Klinik elektrophysiologischer Untersuchungsmethoden, bildgebender Verfahren, verschiedener Ultraschalltechniken und zahlreicher laborchemischer Methoden.
Die Verweildauer auf den Bettenstationen hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verkürzt. Dieser Trend hat lange vor Einführung der pauschalisierten Fallentgelte (DRG) begonnen und hält weiter an. Derzeit beträgt die mittlere Verweildauer eines Patienten in der neurologischen Bettenstation (KN) 5,3 Tage, in der stroke unit (SU) etwa 2,7 Tage.
Gleichzeitig steigen die Patientenzahlen stetig an, um mehr als 60% innerhalb der letzten fünf Jahre (s. obenstehende Abb.). 85 % der Neurologischen Patienten werden notfallmäßig über unser NotfallZentrum aufgenommen.
Die sogenannten elektiven stationären Einweisungen beziehen sich zunehmend mehr auf den teilstationären Bereich, die neurologische Tagesklinik.